Was ist der Schwerpunkt

Das Master-Studium besteht aus drei Semestern, von denen sich eines komplett dem gewählten Schwerpunkt widmet. Folgende Schwerpunkte werden angeboten:

Schwerpunkt Software-Engineering

Im Gegensatz zu diversen anderen Informatik-Themen ist das Software Engineering seit vielen Jahren ein Dauerbrenner. Die behandelten Probleme sind noch lange nicht gelöst; immer neue Abkürzungen und Schlagworte belegen die Aktualität des Themas und die Weiterentwicklung von Techniken und Methoden des Software Engineering. Aber Software Engineering umfasst weit mehr als nur technische Aspekte: Die strategischen und konzeptionellen Bereiche Anforderungsanalyse und Modellierung, die Qualitätssicherung und das Beherrschen geeigneter Entwicklungsprozesse gewinnen zunehmend an Bedeutung. Mit diesen Bereichen gewinnen auch die sozialen Kompetenzen der Informatiker immer mehr an Bedeutung. Um diesen Aspekten gerecht zu werden, werden in diesem Schwerpunkt unter anderem folgende fachliche Kompetenzen vermittelt:

  • Verstehen und Beschreiben der Probleme großer Entwicklungsprojekt von ersten Anforderungen bis zur Konzeption aus Sicht der Anforderungsingenieure, Software-Architekten und Qualitätsmanager
  • Auswählen projektspezifischer Prozesse zu einem gegebenem Kontext, Bewerten von deren Eignung und ggf. Konzipieren und Einsetzen einer angepassten Version
  • Auswählen und Anwenden von Methoden für die Qualitätssteigerung von Produkt und Prozess sowie quantifizierbares Beurteilen des Erreichens von Qualitätszielen
  • Illustrieren des Verhaltens eines Systems und seiner Komponenten und Vergleichen und Bewerten alternativer Architekturen
  • Auswählen und Anwenden geeigneter Architekturstile und (Komponenten-)Technologien für ein Softwaresystem sowie Identifizieren und Modellieren geeigneter Schnittstellen
  • Erkennen organisatorischer und menschlicher Probleme und Risiken, besonders beim Umgang mit schlechter Software-Qualität und bei Programmüberarbeitungen, und Entwickeln geeigneter Gegenmaßnahmen

Schwerpunkt Medizinische Informatik

Schwerpunkt Medizinische Informatik Das Gesundheitswesen, nicht nur in Deutschland, befindet sich im Umbruch; dabei stellen sich permanent neue Herausforderungen. Vor allem bei Großprojekten, wie der Einführung der Elektronischen Gesundheitskarte und -akte sowie bei der rechnerbasierten Unterstützung der integrierten Versorgung von medizinischen Kompetenzzentren werden Informatiker mit medizinischer Vorbildung dringend benötigt, weil sie aufgrund ihrer doppelten Qualifikation die Brücke zwischen Medizin und IT schlagen können. Medizinische Standards als Basis für die Interoperabilität von Software-Lösungen, aber auch Biometrie, Bildverarbeitung, Modellbildung und Simulation sowie Visualisierungsverfahren stehen im Mittelpunkt des Studiums. Mit folgendem Fachwissen sind Absolventen dieses Studienschwerpunkts hervorragend für zukünftige berufliche Anforderungen gerüstet:

  • Anwenden von Frameworks und Bibliotheken, die im Bereich der medizinischen Bildverarbeitung und Visualisierung verbreitet eingesetzt werden
  • Benennen und Anwenden der besonderen Herausforderungen des Informationsmanagements im Gesundheitswesen und der zugehörigen Schlüsselbegriffe
  • Verstehen aktueller und praxisnaher Anwendungsszenarien in der Integration medizinischer Geräte sowie Auswählen und Anwenden geeigneter Kommunikationsprotokolle
  • Verstehen der Einsatzgebiete und Grenzen von Bioinformatik-Verfahren und Auswahl der besten Methode zur Lösung eines medizinisch-biologischen Problems
  • Erstellen mathematischer Modelle für medizinische Anwendungen und Anwenden numerischer Lösungsverfahren
  • Entwerfen des notwendigen statistischen Designs einer medizinisch-wissenschaftlichen Studie unter Berücksichtigung der regulatorischen Anforderungen (FDA, good clinical practice und ICH-guidelines)
  • Aufbauen eines Qualitätsmanagementsystems aufzubauen sowie Bewerten und Verbessern eines existierenden Qualitätsmanagementsystems